Kursprogramm

Inhalt:

Überdrehte und "ungezogene" Kinder stellen zum einen ein wachsendes gesamtgesellschaftliches Problem dar. Zu nennen sind hier die Zunahme der Häufigkeit und auch der Intensität bzw. Schwere von sogenannten externalisierenden Verhaltensstörungen wie Oppositionelles Trotzverhalten, Aggressivität und Hyperaktivität in z. B. Kindergärten und Schulen sowie alarmierende Ergebnisse aus Längsschnittstudien, die für die betreffenden Kinder ein erhöhtes Risiko hinsichtlich der Entwicklung antisozialen und delinquenten Verhaltens sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Drogensucht ausweisen.

Zum anderen stellen diese Kinder eine echte Herausforderung für jene Berufsgruppen dar, die tagtäglich in der Auseinandersetzung mit ihnen stehen und oftmals zwischen dem Anspruch, den Kindern eine wirksame Entwicklungsförderung zuteilwerden zu lassen und Gefühlen der Überforderung und Verzweiflung hin- und her gerissen sind.

Ziel dieser Fortbildungsveranstaltung ist es daher, sich zunächst mit den Bedingungszusammenhängen (Ursachen, Risiko- und Schutzfaktoren) bei externalisierenden Verhaltensstörungen auseinanderzusetzen und dann jene (kognitiv-behavioralen) Therapieverfahren kennen zu lernen, die sich in wissenschaftlichen Studien als am wirksamsten erwiesen haben.

Dabei wollen wir uns ganz praktisch mit konkreten Durchführungsaspekten und therapeutischen Techniken beschäftigen und diese im Rollenspiel üben.

Termin:
13.06.2019  (10:00 – 17:00 Uhr)

Teilnehmerzahl: max. 24 TN

Kosten:
170,00 Euro (Frühbucherpreis bis 13.05.2019)
210,00 Euro (Kursgebühr ab 14.05.2019)

Kursleitung:
Univ.-Prof. Dr. Friedrich Linderkamp

Siehe auch: Kurs 2019-028 Überdreht und ungezogen: Der wirksame Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern I: Fallanalysen und Fallreflektion