Kursprogramm

Inhalt:

Rechenschwache Kinder leiden unter einem grundlegenden Missverständnis hinsichtlich der Mathematik. Sie haben nicht verstanden, dass Zahlen und Rechenaufgaben für Mengen und Mengenhandlungen stehen. Für sie sind die meisten Rechenaufgaben nur zählend lösbar. Selbst stundenlanges Üben zu Hause und Förderunterricht bringen bei einer Dyskalkulie keine nennenswerte Verbesserung. Schulisches Scheitern scheint vorprogrammiert.

Dabei können auch rechenschwache Kinder richtig gut rechnen lernen – und zwar umso besser, je früher man um ihre besonderen Schwierigkeiten weiß. Leider bleiben immer noch die meisten von ihnen bis weit nach der Einschulung unerkannt. Muss das Kind also erst in den Brunnen fallen, bevor es wirksame Hilfe erhält?

Das Seminar gibt zunächst eine Einführung in die Entwicklungsprozesse, die zum richtigen Rechnen oder zur Rechenschwäche führen. Wie unterschiedlich Symptomatik, Diagnostik und Behandlung von Dyskalkulie ausfallen, wird anhand vieler Beispiele veranschaulicht.

Anschließend geht es um Möglichkeiten der Früherkennung und Frühförderung bei mathematischen Lernschwierigkeiten. Besonderes Augenmerk wird auf die Überprüfung der mathematischen Schulreife sowie auf die rechnerischen Grundlagen im Einschulungsjahr gelegt. Es werden förderdiagnostische Sequenzen vorgestellt, mit deren Hilfe Ansätze einer Fehlentwicklung des mathematischen Verständnisses aufgedeckt werden können. Die Teilnehmer*innen werden angeleitet, diese Übungen selbständig durchzuführen, um betroffene Kinder frühzeitig und gezielt fördern zu können.

Termin:
18.03.2020 (09:00 – 16:00 Uhr)

Teilnehmerzahl: max. 20 TN

Kosten:
170,00 Euro (Frühbucherpreis bis 18.02.2020)
210,00 Euro (Kursgebühr ab 19.02.2020)

Kursleitung:
Dipl.-Päd. Ulf Grebe