Kursprogramm

Inhalt:

Bei Kindern, die deutlich schwächere sprachliche Fähigkeiten aufweisen als ihrem Lebensalter nach zu erwarten wäre (u.a. Kinder mit geistiger Behinderung), wird der Einsatz von standardisierten Sprachtests oft als wenig nutzbringend empfunden. Dass die Kinder (weit) unterdurchschnittlich abschneiden werden, steht eigentlich schon vor der Testung fest.

Dabei können Tests bei diesen Kindern durchaus gewinnbringend eingesetzt werden, wenn man nicht nur auf die Normwerte schaut, sondern die Testsituation gleichzeitig als standardisierte Beobachtungssituation nutzt und die Antworten und „Fehler“ der Kinder theoriegeleitet interpretiert.

In diesem Seminar wird ein praxiserprobtes diagnostisches Konzept (Leitfaden) vorgestellt, in dem Elternfragebögen (ELFRA) und Sprachtests (SETK-2 und SETK 3-5) so miteinander kombiniert werden, dass für jedes Kind ein passendes Anforderungsniveau entsteht.

Dann werden die Normwerte genutzt, um ein sprachliches Entwicklungsalter zu bestimmen. Gleichzeitig werden die Reaktionen und Antworten der Kinder analysiert, so dass ein individuelles Kompetenzprofil kommunikativer und (vor-)sprachlicher Fähigkeiten entsteht, anhand dessen die Förderziele abgeleitet werden können.

Im Seminar wird der diagnostische Leitfaden erläutert, mit Videobeispielen illustriert und anhand mitgelieferter Materialien konkret erprobt, so dass das Konzept leicht im Alltag umgesetzt werden kann.

Termin:
23.09.2020 (09:00 – 16:00 Uhr)
24.09.2020 (09:00 – 16:00 Uhr)

Teilnehmerzahl: max. 20 TN

Kosten:
300,00 Euro (Frühbucherpreis bis 23.08.2020)
340,00 Euro (Kursgebühr ab 24.08.2020)

Kursleitung:
Dr. Maren Aktas