Kursprogramm

Inhalt:

Was müssen Pädagogik und Therapie über die Identitätsentwicklung der Kinder wissen? Wie kann man Kinder stärken?

Kinderwunsch und Familiengründung basieren immer weniger auf traditionellen Formen des Zusammenlebens (Ehe), auch nicht auf Liebesbeziehungen.

Familiengründung und Verwandtschaft werden zunehmend als „Herstellungsleistung“ (Doing family, Doing Kindship“) verstanden. „Multiple Elternschaften“ ohne genetisches Band haben in Adoptions-, Pflegschafts- und Patchworkverhältnissen eine lange Tradition. Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin (Samen- u./o. Eizellspende, Leihmutterschaft u. a.), liberale und unkonventionelle Lebensformen („Queerfamily“) erweitern die Möglichkeiten variantenreich und zeitigen spezifische Dynamiken.

Kinder können in der Identitätsfindung sehr unterschiedlich damit zurechtkommen. Monokausale Zuschreibungen gibt es nicht.

Bedeutsamer als Zeugungsart und genetische Herkunft sind die Beziehungskonstellationen.

Die sind allerdings anstrengender und risikoreicher, als manche „anything goes“-Haltung glauben lassen will.

Das praxisnahe Seminar will „Bauchgefühl“ wie Beratungskompetenz pädagogischer Fachkräfte für die spezielle Beziehungsdynamik aus entwicklungspsychologischem Blick stärken. Und sensibilisieren, wann andere Fachbereiche einbezogen werden sollten.

Dieser Kurs ist als Wahlkurs im Rahmen der Zertifizierten Weiterbildung FIT FÜR DIE ELTERN (ARBEIT) anerkannt. 

Er kann auch von Teilnehmer*innen besucht werden, die diese Weiterbildung nicht absolvieren möchten.

Termin:
25.11.2020 (09:00 – 14:00 Uhr)

Teilnehmerzahl: max. 18 TN

Kosten:
160,00 Euro (Frühbucherpreis bis 25.10.2020)
200,00 Euro (Kursgebühr ab 26.10.2020)

Kursleitung:
Wolfgang Oelsner

Für Informationen zur Weiterbildung FIT FÜR DIE ELTERN(ARBEIT) bitte hier klicken

Zum Download liegen bereit:
FitEltern Zertifizierung BEGLEITZETTEL