Kursprogramm

Inhalt:

Der Schuleintritt ist nicht die „Stunde null“ für den Schriftspracherwerb, und dass für Kinder mit schwachem Arbeitsgedächtnis (AGD) nicht nur ein Risiko für eine Sprachentwicklungsproblematik besteht, sondern diese auch Gefahr laufen, im Schulalter Lernstörungen wie LRS oder auch Aufmerksamkeitsprobleme zu entwickeln, ist durch die aktuelle pädagogisch-psychologische Forschung hinlänglich belegt. Umso belastender erscheint die Tatsache, dass bislang keine nachweislich effizienten Fördermöglichkeiten zur Steigerung der Arbeitsgedächtniskapazität entwickelt werden konnten.

Sehr wohl lassen sich jedoch Exekutive Funktionen, die als „kognitive Kontroll- und Regulationsprozesse“ sozusagen das Management des Arbeitsgedächtnisses innehaben, durch gezielte Förderung messbar steigern. Damit wird also nicht die Kapazität des ADG an sich erhöht, aber seine Funktionstüchtigkeit durch effizientere Nutzung verbessert, so dass Verarbeitungs- und Speicherprozesse ungestörter ablaufen können. Besonders erfolgversprechend scheint diese Förderung direkt angeknüpft an Vorläufer- und Teilfertigkeiten des Schriftspracherwerbs zu sein.

In dieser sehr praxisbezogenen Veranstaltung soll der Einfluss schwacher AGD-Leistungen auf den Schriftspracherwerb beleuchtet werden, aufbauend werden verschiedene Konzepte zur Förderung der Exekutiven Funktionen und der Schriftsprachkompetenzen vorgestellt und gemeinsam erprobt. Falldarstellungen machen das therapeutische Vorgehen transparent.

Termin  
31.08.2024 (09:00-16:00 Uhr)

Teilnehmerzahl: max. 20 TN

Kosten:
190,00 Euro (Frühbucherpreis bis 30.07.2024)
240,00 Euro (Kursgebühr ab 31.07.2024)

Kursleitung:
Dr. Petra Küspert