Kursprogramm

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Inhalt:

Hochsensible Kinder reagieren häufig intensiver auf Reize, zeigen starke emotionale Reaktionen oder ziehen sich in belastenden Situationen zurück. Im pädagogischen Alltag führt dies nicht selten zu Unsicherheiten: Handelt es sich um eine besonders feine Wahrnehmung oder zeigen sich hier bereits Hinweise auf eine klinische Diagnose wie ADHS oder eine Autismus-Spektrum-Störung?

Dieses Seminar vermittelt fundiertes Wissen zur Hochsensibilität im Kindesalter und ordnet diese entwicklungspsychologisch ein. Ein besonderer Fokus liegt auf der differenzierten Abgrenzung zu ADHS und Autismus sowie auf typischen Verwechslungen im Alltag. Ziel ist es, Fachkräften mehr Sicherheit in der Einordnung kindlichen Verhaltens zu geben und vorschnelle Zuschreibungen zu vermeiden.

Darüber hinaus werden zentrale Aspekte der Reizverarbeitung beleuchtet sowie Strategien im Umgang mit intensiven Emotionen wie Wut, Weinen oder Rückzug erarbeitet. Die Teilnehmenden erfahren, wie sie Kinder in belastenden Situationen feinfühlig begleiten, Co-Regulation anbieten und den pädagogischen Alltag entsprechend gestalten können.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wann Auffälligkeiten im Rahmen von Hochsensibilität verstanden werden können und wann eine weiterführende diagnostische Abklärung sinnvoll ist. Zudem werden Ansätze für eine wertschätzende und entlastende Zusammenarbeit mit Eltern vermittelt.

Dieses Seminar verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit hoher Praxisnähe und bietet Raum für Fallbeispiele sowie Fragestellungen aus dem eigenen Arbeitskontext.

Die Veranstaltung richtet sich an pädagogische Fachkräfte (z.B. Kita, Frühförderung), Mitarbeitende aus Beratungsstellen, Therapeut*innen sowie weitere Berufsgruppen, die mit Kindern im Vorschul- und Grundschulalter arbeiten.

Termine: 
07.12.2027 (09:00 - 16:00 Uhr)

Teilnehmerzahl: max. 20 TN

Kosten:
220,00 Euro (Frühbucherpreis bis 07.11.2027)
270,00 Euro (Kursgebühr ab 08.11.2027)

Kursleitung:
Dr. Ann-Kathrin Thöne